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Klaviermarken-Vergleich: Steinway, Schimmel, Yamaha, Kawai und Feurich im Überblick

Klaviermarken-Vergleich: Steinway, Schimmel, Yamaha, Kawai und Feurich im Überblick

Welche Klaviermarke ist die richtige? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die sich für ein neues Instrument interessieren. Klar ist: So viele Faktoren wirken sich auf das passende Klavier aus, dass eine allgemeingültige Antwort nicht möglich ist. Allein beim Preis gibt es große Unterschiede, und viele Musiker schwören auf bestimmte Marken, von denen sie sich einen ganz besonderen Klang versprechen. Wir stellen Ihnen die bekanntesten Marken vor und was diese auszeichnet.

Welche Klaviermarke passt zu Ihnen? Diese Fragen helfen

Der Markenname allein sagt wenig über das einzelne Instrument. Wichtig ist immer, auf hohe Qualität und einen guten Zustand zu achten. Auch das Budget sowie der zur Verfügung stehende Platz sind wesentliche Faktoren für ein Klavier. Auch das eigene Spielniveau und Ihre Ansprüche spielen eine bedeutende Rolle. Wir empfehlen dabei immer, verschiedene Instrumente testen und dabei auch unterschiedliche Marken auszuprobieren. Denn Klang und Spielgefühl sind immer individuell. In unserem Geschäft in Swisttal bei Bonn haben wir daher immer eine große Auswahl für Sie verfügbar.

Die Marken im Überblick

Steinway & Sons

Das macht Steinway besonders: Nach Angaben des Herstellers besteht ein Flügel aus mehr als 12.000 Einzelteilen, und sein Bau dauert rund ein Jahr. Das Gehäuse, der sogenannte Rim, entsteht aus mehreren Hartholzschichten, die Steinway in einem Arbeitsgang in Form presst. Den Biegeprozess führt die Manufaktur nach eigenen Angaben seit 140 Jahren von Hand durch. Dazu kommt ein eigener Membran-Resonanzboden.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Laut Steinway trägt der stabile Rim wesentlich zum charakteristischen Steinway-Klang bei. Der Membran-Resonanzboden kann nach Herstellerangaben freier schwingen als frühere Konstruktionen.

Schimmel

Das macht Schimmel besonders: Die Serien Konzert und Classic entstehen in Braunschweig, jeweils mit Renner-Mechanik. Die Wilhelm-Serie baut Schimmel in Kalisz (Polen). Bei seinen Konzertklavieren überträgt der Hersteller die große Mensur des Konzertflügels K 280 von Ton 44 bis Ton 88 auf kleinere Modelle. Außerdem sticht die Manufaktur die 88 Hammerköpfe jedes Instruments mehrere 10.000-mal von Hand mit Intoniernadeln, um die Klangfarben zu formen.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Bei den konisch gebauten Flügeln kann der Resonanzboden laut Schimmel freier schwingen, was die Klangfarben unterstützen soll. Die übernommene Mensur soll den Konzertklavieren eine ähnliche Klangcharakteristik geben wie dem Konzertflügel K 280. Das Intonieren der Hammerköpfe von Hand formt nach Herstellerangaben die Klangfarben.

Yamaha

Das macht Yamaha besonders: Die Gussrahmen seiner Flügel fertigt Yamaha nach eigenen Angaben im eigenen Werk in Iwata. Beim Konzertflügel CFX behandelt der Hersteller das Holz mit der A.R.E.-Technologie, die den Feuchtigkeitsgehalt senkt. Eine eigene Werkstatt baut den CFX komplett von Hand. Mit dem Silent Piano und dem TransAcoustic Piano bietet Yamaha außerdem akustische Instrumente, die sich zusätzlich mit Kopfhörern spielen lassen.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Yamaha beschreibt den Konzertflügel CFX mit mächtigem Bass und einer breiten Palette an Tonfarben. Das mit A.R.E. behandelte Holz soll die Schwingungen der Saiten besonders gut in Klang umsetzen.

Kawai

Das macht Kawai besonders: Die Millennium-III-Mechanik besteht aus ABS-Carbon, einem Verbundwerkstoff aus ABS-Styran und Carbonfasern. Laut Kawai sind diese Teile leichter und steifer als Holz und bleiben bei Schwankungen von Feuchtigkeit und Temperatur formstabil. Die Shigeru-Kawai-Flügel baut der Hersteller von Hand. Vom Konzertflügel EX entstehen laut Kawai weniger als zwanzig pro Jahr.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Die ABS-Carbon-Mechanik betrifft laut Kawai vor allem Anschlag und Repetition. Sie soll präzise und reaktionsschnell arbeiten und das Spielgefühl über Jahre gleich halten. Den Klang der Shigeru-Kawai-Flügel beschreibt der Hersteller als kraftvoll und rund. Er führt das auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Harthölzer im Gehäuse zurück.

Feurich

Das macht Feurich besonders: Laut Hersteller baute Julius Gustav Feurich als Erster in Deutschland ein Klavier mit Unterdämpfermechanik. Den Konzertflügel Concert I mit 218 Zentimetern Länge entwickelte Feurich gemeinsam mit dem Klavierdesigner Stephen Paulello. Zur Ausstattung gehören ein rostfreier Paulello-Saitendraht und Renner-Hammerköpfe.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Feurich beschreibt seinen Ton als reich, warm und sonor. Beim Concert I kommen laut Hersteller Klarheit und dynamische Vielfalt hinzu.

Sauter

Das macht Sauter besonders: Die Manufaktur baut ihre Instrumente in Spaichingen und wirbt mit „made in Germany“. Die Stückzahl bleibt klein. Ein Wirtschaftsbericht von 2019 nannte gut 500 Instrumente pro Jahr, überwiegend Klaviere.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Sauter beschreibt das Ergebnis seiner Handarbeit als außergewöhnliche Klangkultur und präzise Spielart. Wie sich das im Klang zeigt, beurteilen Sie am besten beim Anspielen.

Seiler

Eduard Seiler gründete 1849 in Liegnitz, dem heutigen Legnica in Polen, die Pianoforte-Fabrik. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Familie die Produktion neu auf, ab 1961 in Kitzingen in Bayern. 2008 übernahm der koreanische Hersteller Samick das Unternehmen.

Das macht Seiler besonders: Laut Hersteller entstehen Seiler-Instrumente weiterhin in Kitzingen, obwohl das Unternehmen mittlerweile zum koreanischen Hersteller Samick gehört. Neben der Kernmarke Seiler gibt es die Marken Eduard Seiler und Johannes Seiler. Fragen Sie deshalb beim Kauf, zu welcher Marke und Baureihe ein Modell gehört.

So wirkt sich das auf den Klang aus: Seiler beschreibt den Klang seiner Instrumente als transparent. Bei Modellen der Marken Eduard Seiler und Johannes Seiler prüfen Sie den Klang beim Anspielen gesondert.

Herkunft, Eigentümer, Fertigungsort: Warum der Markenname nicht alles verrät

Vor dem Kauf eines Klaviers sollten Sie sich mit den möglichen Herstellern beschäftigen und in jedem Fall mehrere Modelle ausprobieren. Ein erfahrener Händler weiß genau, welche Modelle zu Ihren Vorstellungen und Ihrem Budget passen. Wir kennen uns bestens aus und beraten Sie kompetent zu Ihrem neuen Instrument. Besuchen Sie uns doch gerne in unserem Showroom in Swisttal, wir freuen uns auf Sie.