Der polnische Star-Pianist Krystian Zimerman, der 2022 den „Nobelpreis der Künste“ in der Kategorie Musik erhielt, spielt auf einem extra für ihn angefertigten Steinway & Sons-Flügel. Klassische Meister wie Rachmaninow und Liszt, Komponist Cole Porter und Musik-Genie George Gershwin spielten darauf. Damals wie heute gelten die Instrumente des Klavierunternehmens als Goldstandard. Was macht die Steinway & Sons-Instrumente so besonders, dass Anhänger darauf bestehen, nur darauf zu konzertieren? Wir geben einen kleinen Einblick in die besondere Geschichte der Klavierbauer.
Vom Küchenklavier im deutschen Harz zum expandierenden Flügel-Unternehmen in den USA
Am 22. Februar 1797 wird Heinrich Engelhard Steinweg in Wolfshagen, einem Dorf im Harz, geboren. Seine Familie ist arm und noch als Jugendlicher verliert er seine Mutter und kurze Zeit später im Unwetter seinen Vater und Bruder. Als einziger Überlebender schließt er sich im Alter von 17 Jahren dem Truppencorps Friedrich Wilhelms, des Herzogs von Braunschweig, an. In seiner Freizeit baut er Zithern aus Fichtenholz und beginnt darauf zu musizieren.
Später arbeitet er als Tischler und Orgelbauer und eröffnet schließlich eine eigene Werkstatt in Seesen. Privat gründet er mit Johanne Juliane Henriette Thiemer eine Familie. Aus der Ehe gehen insgesamt zehn Kinder hervor.
Der erste selbstgebaute Flügel
Seinen ersten Flügel soll er, so besagt es zumindest eine der vielen Anekdoten, in der Waschküche gebaut haben, deshalb ist der „Ur-Steinway“ unter dem Namen „kitchen piano“ bekannt. Steinwegs Marketing-Konzepte sind für die damalige Zeit immens: Um seine Arbeiten erfolgreich zu bewerben, verlost er zwei Klaviere.
Hierzulande wird er bald zum anerkannten Klavierbauer, da seine Wachstumsbestrebungen jedoch von den deutschen Behörden torpediert werden, entschließt sich Steinweg, seinen Sohn Karl nach Amerika zu entsenden, um die dortigen Chancen auskundschaften zu lassen.
Auf nach Amerika
Im Jahr darauf wandert er mit der Familie in die USA aus. Der älteste Sohn Theodor bleibt in der Heimat und lenkt dort die Geschicke des Unternehmens.
Heinrich Engelhard Steinweg wandelt seinen Namen schließlich aus Verkaufsgründen in Henry E. Steinway um. Nach intensiven Klavierbaustudien in amerikanischen Fabriken gründen er und seine Söhne unter dem Namen Steinway & Sons eine eigene Firma.
Erfolg in Übersee
Steinway und seine Söhne haben bald Erfolg: Ihre Klaviere werden aufgrund der Klangqualität und verschiedener technischer Neuerungen zu begehrten Kaufobjekten. Mehrere Preise bestätigen außerdem die Qualität ihrer Arbeiten. Mehr als 140 Patente meldeten die Klavierbauer bis heute an.
Dank versierter Werbestrategien werden die Stars unterschiedlichster Musikrichtungen auf die Flügel aufmerksam und Steinway & Sons nutzt sie dankend für weitere Popularität als Werbeträger.
Schatten über dem Piano-Imperium
In den 1860er-Jahren kommt es zu Streiks und Arbeiteraufständen – auch bei Steinway. 1865 sterben zudem die Söhne Henry und Charles, was Vater Heinrich in eine tiefe Krise stürzt. Theodor, der für das Geschäft in Hamburg zuständig war, siedelt zur Unterstützung in die USA über und leitet bald gemeinsam mit seinem Bruder William die Firma. Er verkauft das deutsche Geschäft an Wilhelm Grotrian, dessen Geschäft ebenfalls bis heute Grotrian-Steinweg-Klaviere und -Flügel in Braunschweig anfertigt. Am 7. Februar 1871 stirbt Heinrich Engelhard Steinweg.
Die Geschichte geht weiter: Back to the roots – Steinway in Hamburg
Aufgrund der besseren wirtschaftlichen Verhältnisse eröffnen Theodor und William 1880 in Hamburg eine neue Piano-Fabrik. Dort entstehen bald Steinway-Flügel mit leicht veränderten Merkmalen zu denen in Amerika. Auch der Klang der europäischen Instrumente soll sich von den US-amerikanischen Pendants unterscheiden.
In den 1920er-Jahren eröffnet Steinway eine noch größere Manufaktur in der Hansestadt, wo bis heute Steinway-Flügel und -Klaviere produziert werden.
Während des Zweiten Weltkriegs halten sich die Klavierbauer unter anderem mit der Fertigung von Särgen für US-Streitkräfte und Gewehrkolben für deutsche Soldaten über Wasser.
Verkauf des Familienunternehmens 1972
1972 verkauft Urenkel Henry Steinway als letzter Abkömmling der Familie das Unternehmen an die amerikanische Columbia Broadcasting Inc. Danach gelangt Steinway & Sons mehrfach in unterschiedliche Hände. Seit 2013 gehört es mehrheitlich dem Hedgefonds-Manager John Paulson mit Paulson & Co. Inc.
Die Qualität der Instrumente ist jedoch gleich hoch geblieben. Noch immer wird jeder Flügel handgefertigt, was zwölf Monate in Anspruch nimmt, und ist somit ein Unikat.
Die einzigartige Geschichte von Steinway & Sons ist bis heute in den besonderen Tasteninstrumenten spürbar.
Steinway & Sons-Instrumente bei Piano Spengler
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